#TRAVEL - Unser Kurzurlaub auf Texel (Holland)


Ziemlich spontan sind wir im Juli von einem Montag bis Freitag nach Texel gefahren. Wir haben uns sehr gefreut, nach dem ganzen Umzugsstress etwas rauszukommen und eins vorweg: Ich habe mich in diese Insel verliebt. Die weiten Strände, die vielen Radwege, die schöne Natur. Das ist wirklich Erholung pur.

Anreise

Aus Norddeutschland ist man sehr schnell auf Texel (zur holländischen Grenze sind es von uns aus immerhin nur ca. 1h Fahrzeit mit dem Auto) und so sind wir insgesamt etwas über 3 Stunden gefahren. Auch wenn ich zugeben muss, dass mir das viel länger vorkam, da man in Holland ein Tempolimit hat und wir das hier ja oft nicht haben. Wir haben von Den Helder also die Fähre nach Texel genommen. Die Überfahrt kostet an einem Montag 37 Euro (Hin- und Zurück) und dauert ca. 20 Minuten - in der Regel fährt die Fähre tagsüber auch alle 30 Minuten, ab ca. 17 Uhr dann nur noch stündlich. Reist man an einem Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag an, kann man für 25€ auf die Insel gelangen. Auf dem Rückweg hatten wir das "Pech", dass die eine Fähre gerade weg war, aber da das Wetter gut war und wir Lesestoff dabei hatten, war das kein Problem. Auf der Fähre gibt es sogar einigermaßen guten Kaffee zu normalen Preisen.

Auf Texel ist man überall ziemlich schnell - wir haben in De Cocksdorp genächtigt. Unsere Fahrräder haben wir mitgenommen, aber man kann vor Ort natürlich welche leihen.




Unterkunft 

Die Unterkunft war im Ferienpark DeKrim in De Cocksdorp. Dort hatten wir einen kleinen Bungalow, der mit den nötigsten Dingen ausgestattet war. Es gab sogar einen kleinen Garten, in dem wir Nachmittags gerne unseren Tee getrunken haben oder Morgens gefrühstückt haben. Wir hatten Glück mit dem Wetter und konnten das, bis auf einen Tag, sehr gut. Die Anlage ist auch viel angenehmer als ich es erwartet hätte - ich bin nämlich generell gar kein Freund von solchen Anlagen. Aber dort ist alles wie in einer kleinen Wohnsiedlung, man ist ziemlich für sich, es gibt Fahrradständer direkt beim Haus und wir waren überall sehr schnell. In der Mitte der Anlage gibt es ein kleines Zentrum mit einem Supermarkt, der die nötigsten Dinge verkauft (aber natürlich auch etwas teurer ist), einen Bäcker, Restaurants und Cafés. Das Schwimmbad ist auch dort und man kam mit unseren Karten umsonst hinein - wir waren dort einmal drin, als das Wetter schlechter war, aber ich bin einfach kein Fan von Hallenbädern. Es war aber sonst ganz nett und auch gut organisiert.
Es gibt für Kinder aber auf jeden Fall einiges zu bieten - Spielplätze, Hühner, Kletterpark, Pony reiten, usw. Also wirklich volles Programm für gutes und schlechtes Wetter.

Was wir so gemacht haben / Was man machen kann

Die meiste Zeit haben wir natürlich am Strand verbracht - es wurden Burgen und Löcher gebuddelt, Muscheln und Krebse gesammelt, gespielt und einfach das Abendessen mit Wein bei Sonnenuntergang genossen. Ich habe viel gelesen und mich wirklich richtig entspannt. Am Strand haben wir eine kleine Hütte für die Tage gemietet, die kostet 20€ am Tag und man kann seine ganzen Strandsachen dann direkt dort lassen und muss es nicht immer hin und her schleppen, da wir alles mit dem Rad gemacht haben. Die Strecke vom Strand zum Haus waren genau 3km, daher auch wirklich keine Distanz. Auf Texel muss man auch beinahe überall Parkgebühren zahlen (sogar vor Supermärkten) und daher ist das auch die beste Lösung. Die e-Vignette für Texel ist allerdings sehr einfach per Handy zu lösen und einen Tag haben wir sie auch genutzt, als wir unsere "Autotour" über die Insel gemacht haben - das ganze kostet dann 7,50€ für einen Tag und wird anhand des Nummernschildes registriert, sodass man keine Parkscheine braucht. Für die Woche zahlt man glaube ich nur 15€ an Gebühren und das staffelt sich dann hoch. Wir brauchten sie aber nur einen Tag.

Wir waren außerdem noch beim Leuchtturm - mittlerweile ist es für uns zur Tradition geworden, eine solche Münze stanzen zu lassen. Wir haben irgendwann einmal mit Motti damit angefangen und sammeln sie seither in einer Box, damit sie irgendwann weiß, wo sie überall schon war. So etwas fand ich früher immer total kitschig und unnötig, jetzt freue ich mich immer, wenn wir einen Automaten sehen - die Zeiten ändern sich ;) Der Ausblick von dort oben war jedenfalls wunderbar, kann ich nur empfehlen, wenn ihr mal in der Gegend seid. :)



An dem Tag waren wir in Oudeschild beim Hafen und haben dort ganz typisch Kibbeling in einem Fischgeschäft gegessen - ich hätte dort am liebsten sehr viel Fisch mitgenommen, aber es war heiß und unser Abreisetag. Wir waren auch in einigen anderen Nachbarorten mit dem Auto und natürlich auch in Den Burg, aber ich muss zugeben, dass mir das dort alles zu voll war. Das ist die größte Stadt auf der Insel und dort kann man dann natürlich shoppen - es gab niedliche Gassen und Cafés, aber ich war einfach überhaupt nicht in der Laune, so viele Menschen um mich herum zu haben. Wir waren in 2-3 Geschäften und beim Albert Heijn und sind dann wieder an den Strand gefahren. Denn dort war es einfach am allerschönsten.



Fazit

Auf Texel kann man so viel erleben und machen - wir haben überhaupt nicht alle Angebote genutzt, aber wir waren auch wirklich zur reinen Entspannung dort. Wir werden aber auf jeden Fall wiederkommen - denn die Kombination aus Dünen, Radfahren, Natur, Strand und Entspannung tun uns allen wirklich gut. Ich habe mich in die Insel verliebt!




#MOMLIFE - Kindergartenferien und Mama-Tochter-Zeit


Wir hatten Kindergartenferien und haben die Mama-Tochter-Zeit intensiviert. Die Urlaubszeit wurde spontan dann auch noch für einen Kurztrip nach Texel genutzt, der sich ergeben hatte und für uns alle ein unglaublich schönes und sehr entspannendes Erlebnis war. Warum immer nach Spanien, Italien und co. fahren, wenn man auch vor Ort wunderbare Strände hat, die man in 3 Stunden mit dem Auto erreichen kann? Ich liebe die Mittelmeerländer, ohne Frage, aber man vergisst dann oft, dass was sich vor der Haustür befindet. Und das kann auch unglaublich toll sein.

Wir drehten unsere Laufrunden mit dem Jogger, besuchten die Kühe und Schafe, haben diverse Spaziergänge gemacht und viele neue Dinge in der eigenen Stadt entdeckt: Spielplätze, Teiche, kleine süße Ecken in der Natur. Das war vor unserem Texel-Urlaub, denn danach folgte der Regen. Und dann versteht man, warum es so viele Menschen in den Süden zieht - warme Temperaturen, eine beinahe Gut-Wetter-Garantie, Sandstrände statt Gartenmatsch.

Es gibt natürlich kein schlechtes Wetter, sondern nur die falsche Kleidung - und so ging es auch an regnerischen Tagen in Regenmontur auf den Spielplatz oder etwas in den Garten. Dort entstehen mittlerweile auch ein paar kleine DIY-Projekte für die Motte und ich bin froh, dass wir einfach mal "raus" können, uns ins Gras legen, ein Mini-Picknick machen ohne unbedingt in den Park oder an den See fahren zu müssen. Auch wenn das natürlich auch schön ist. Dort wachsen sogar Brombeeren und ein paar gelbe Pflaumen, die wir zwischendurch gerne naschen. Ich hätte nicht gedacht, dass mich solche Kleinigkeiten irgendwann derart erfüllen - zuzusehen, wie die Tomatenpflanzen wachsen, sich darüber freuen, wenn die ersten Früchte reif werden, die Kräutertöpfe pflegen und sich darüber freuen, dass der nordische Sommer ihnen viel Kraft und Wachstum schenkt. Es sind diese banalen Dinge, die mir das Gefühl von "Zuhause" schenken. Und zusätzlich ist es wunderschön zu sehen, wie aufgeregt auch Motti ist, wenn eine weitere Tomate reif ist oder sie die Kräuter für unser Abendessen holt. Wir sind, ich bin, endlich angekommen.

Ich freue mich natürlich auf ein paar weitere Sommertage (und hoffe sehr, dass sich das Wetter bald wieder von seiner schönen Seite zeigt), aber bin auch schon voller Vorfreude auf den Herbst, die kuscheligen Augenblicke vorm Kamin, die Bastelsessions mit Motti, die Adventszeit, das große Backen. Wenn der Plätzchenduft durch die Wohnung strömt, wir Bratäpfel auf dem Kamin schmoren und die kuschelige Jahreszeit beginnt. Aber erstmal möchte ich noch warme Sommertage - mit Radtouren, Maislabyrinth, Blaubeeren pflücken, barfuß durchs Gras laufen und lauen Abenden mit einem Glas Wein. Mit einer weiteren wunderbaren Sommerhochzeit im August, einer strahlenden Braut und glücklichen Gästen. Ja, darauf freue ich mich im August und bin voller Hoffnung, dass der Wettergott es diesen Monat noch einmal gut mit uns meinen wird. Optimismus siegt.

Worauf freut ihr euch im August?


PS: Ich danke Euch für das ganze, liebe Feedback! Es freut mich, dass ihr den Blog und meine Posts immer (noch) so gerne lest.







#LIFE: Warum ich solange weg war - das hoffentliche Ende der Blogpause!


Ich kann es eigentlich gar nicht fassen, dass mein letzter Post über 3 Monate her ist. Und wenn wir ehrlich sind, waren die letzten Posts in den Monaten davor auch nur noch mit wenig Herzblut geschrieben, denn irgendwie war alles zu viel um mich herum. Die zwei Jobs, die ich einfach immer unter einen Hut kriegen wollte, der Haushalt, der Umzug ins neue Heim und dazu noch die Masterthesis - und natürlich das Mamasein. Das klappte an einigen Tagen, aber an anderen so gar nicht. Und so musste ich irgendwo Abstriche machen - und bevor das bei mir im Privatleben oder auf der Arbeit passiert, wusste ich: Es muss der Blog darunter leiden. Und das ist auch der Grund, warum ich so lange "weg" war. Bei Instagram war ich natürlich weiterhin aktiv, ein bisschen Social Media schadet nicht, ich war aber auch froh um gewisse Auszeiten. Irgendwie hat am Ende auch vieles keinen Spaß mehr gemacht, die Atmosphäre war nicht mehr das was sie einmal war, alles veränderte sich, Influencer (ohne Blogs) haben die Szene "übernommen" und die ganze Bloggerszene hat mich nach meiner Zeit im Social Media Marketing privat einfach nicht mehr gereizt. Wenn man tagtäglich sich beruflich damit beschäftigt, wird das privat einfach automatisch weniger. Meine Zeit am Laptop minimierte sich aufs allernötigste (sprich Job und E-Mails). Und irgendwie tat das ganze sogar gut. Ziemlich gut sogar.

Ich überlegte zwischenzeitlich sogar wieder, den Blog auf Eis zu legen. Aber ich kann diesen Schritt nie gehen, denn er begleitet mich seit Jahren und war doch immer meine "kreative Pause". Und da ich das ganze nicht beruflich mache, hatte ich ja auch keinen Druck. Dann pausiere ich halt - egal wie lange. Durch die ganzen Veränderungen in der Blog-Szene und das wachsen von Instagram (und Snapchat), hat sich einfach so viel geändert - weniger Kommentare, weniger Seitenbesuche, weniger Austausch zwischen Lesern und mir. Ich bin keineswegs nur auf Klicks aus, um Gottes Willen, aber ich habe mich natürlich über Kommentare und Feedback zu Posts gefreut - wenn auch nur auf Facebook oder Instagram, aber selbst dort war es wesentlich weniger als vor ein paar Jahren. Das hat ja irgendwie auch einen Sinn. Und ja, wenn ich persönliche Dinge von der Seele schreibe, dann tut das einfach nur gut zu schreiben und ich denke darüber nach, ob ich es veröffentliche oder nicht, aber wenn Posts zu Interior, Momlife oder anderen Themen kommen, die von Lesern gewünscht werden, dann ist es irgendwie... mau. Und so begann die Phase der Unlust. Nicht am Schreiben selbst, sondern daran, sich Arbeit und Mühe zu machen, wenn es "eh niemanden mehr interessiert". Auch wenn das sicher nicht immer so war, und ich viele Personen hatte, die mir geschrieben haben, warum ich denn so selten poste und meine Posts würden "fehlen", irgendwie machte es keinen Spaß mehr. Die Luft war raus.

Doch jetzt, nach der Urlaubszeit, einem Monat zuhause mit der Motte, der Masterarbeit-bedingten Kündigung bei einem Job (man muss leider Prioritäten setzen), vermisse ich den Blog oft. Vermisse es Fotos zu machen, meine Meinung kundzutun, meine Gedanken mit Euch zu teilen. Ein Monat "nichts-tun" ist halt einfach nicht mein Ding - da bekommt man wieder Lust zu tippen ;) Wir waren zwar ein paar Tage im Kurzurlaub, haben ein bisschen Familienzeit genossen und sind mal rausgekommen - und ja, wir haben es genossen, dass wir ein paar freie Tage hatten. Ohne Jobstress und Termine. Auch wenn der Urlaub nächste Woche vorbei ist und die Masterarbeit fertig werden will, möchte ich meine Kreativität öfter wieder umsetzen, meine Kraft in etwas stecken, dass mir Spaß macht und immer mein Hobby war. Ich weiß nicht, wie ich es im Alltag dann wieder schaffe, da ich den Fokus natürlich immer auf die "essentiellen" Dinge im Leben setze, aber ich möchte diese Blogpause wirklich so gerne beenden. (Wie oft habe ich das schon gesagt, seufz?)

Deswegen frage ich Euch: Was möchtet ihr lesen? Möchtet ihr überhaupt "weiterlesen"? Ich würde gerne etwas "back to the roots" gehen - mehr Rezepte, mehr Interior-Einblicke, mehr #momlife. Aus der "Outfitbilder"-Zeit bin ich glaube ich raus... Da hat sich mein Style und Fokus einfach komplett verändert. Ja, ich trage noch gerne schöne Kleidung, lege aber viel mehr Wert auf Qualität und gehe wirklich selten shoppen. Hin und wieder gibt es aber natürlich auch da sicher mal etwas #fashion zu sehen - aber wenn dann in Form von Shop-Collagen, so wie es früher auch häufig der Fall war. Kompromiss, oder? ;) Was meint ihr?

Ich würde mich wirklich riesig über euer Feedback freuen! Egal ob hier, Instagram oder Facebook - lasst es mich wissen! Vielleicht erleichtert mir das den (Wieder-)Einstieg - it's time to start filling those empty pages again!