Die Geburt unserer kleinen Prinzessin

Einen kleinen Einblick in die Geburt möchte ich Euch auch schenken - wie es mir dabei ging, wie sie losgegangen ist und wie wir das ganze Ereignis erlebt haben. Natürlich werde ich nicht zu detailliert und zu privat darüber sprechen, denn es ist etwas sehr persönliches und das möchte ich mir auch bewahren, aber ich denke, es wird einige von Euch interessieren, wie es war. 

Am 3. Oktober begann die 40. Woche und ich hatte meinen letzten Ultraschall vorm errechneten Termin - die Werte von der Kleinen waren wie immer tadellos und die Ärztin hat mich mit den Worten "Jetzt warten wir nur noch auf die Wehen" entlassen. Voller Vorfreude und Spannung bin ich nachhause gefahren, habe ein Bauchbild gemacht (ich hatte schon im Gefühl, dass es vielleicht das letzte sein wird) und sonst alles wie immer fortgesetzt. Seit einiger Zeit hatte ich Abends immer mal wieder mit Vorwehen zu kämpfen und auch an diesem Abend blieb ich nicht verschont. Ich bin also mit leichten Wehen schlafen gegangen und habe nicht mal 2 Stunden geschlafen, da wurde ich von den Wehen geweckt. Ich bin etwas in der Wohnung hin und her gelaufen, habe sie veratmet und irgendwann merkte ich, dass es ernst wird. Die Wehen kamen zu diesem Zeitpunkt alle 7 Minuten aber ich hatte andere Anzeichen, die auf eine bevorstehende Geburt schließen ließen. Dann habe ich meinen Mann geweckt, ihm die Situation erläutert und er war hellwach und aufgeregt. Wir haben überlegt ob es wirklich los geht, die ganze Situation im Kopf durchgespielt und waren zwischen lachen und weinen gefangen - es war einfach so aufregend. Wir fragten uns ständig ob wir wohl heute noch Eltern werden würden oder es nur ein "Fehlalarm" sein würde. Ich hatte plötzlich tierischen Hunger und so machte mir mein Mann etwas zu essen und eine Tasse Tee. Mittlerweile waren die Wehen alle 5 Minuten da. Damals sagten wir uns, dass wir dann ins Krankenhaus fahren würden, wenn sie über 1-2h in diesen Abständen kommen würden. Noch waren wir super gelassen, wir kontrollierten noch einmal die Kliniktasche, zogen uns um und um 5 Uhr Morgens, als die Wehen alle 4 Minuten da waren, sind wir mit dem Fahrrad ins Krankenhaus gefahren...

Dort angekommen, wurden wir in den Kreißsaal geschickt, ich habe ein CTG bekommen und der Muttermund wurde kontrolliert. Die Wehen wurden wieder etwas schwächer und es würde wohl noch etwas dauern. Also sind wir auf Station gekommen und durften den Tag über erstmal das Krankenhaus erkundigen. Die Wehenabstände waren zwischenzeitlich wieder bei 8 Minuten, dann wieder bei 6, bei 5, bei 4. Auf und ab. Gegen Mittag fuhr mein Liebster noch einmal nachhause um dort alles vorzubereiten, meine Schwester kam und leistete mir Gesellschaft. Die Wehen wurden immer stärker und als mein Mann dann wiederkam, waren sie extrem heftig. Mir war plötzlich sehr übel, mein Kreislauf war schlecht und ich wusste nicht mehr was geschah. Wir haben die Hebamme gerufen und sie hat uns direkt in den Kreißsaal geschickt - wieder bekam ich ein CTG und eine Kontrolle und siehe da, wir waren zur hälfte da und konnten dort bleiben. Es würde losgehen! Unser Mädchen würde sich bald auf den Weg machen! Die Gefühle, die ich in diesem Moment hatte, waren einfach unglaublich - wenn ich darüber nachdenke, bekomme ich jetzt noch Gänsehaut!

Ein paar Stunden sind vergangen, ich veratmete Wehen, habe die Schmerzen ertragen und bekam dann irgendwann meine PDA. Ich war seit Stunden wach und brauchte Kraft - es war wie der Himmel auf Erden, ich habe schlafen können und die Wehen merkte ich nur noch als dumpfen Druck. Alle 2 Stunden wurde kontrolliert, wie weit wir schon sind und irgendwann hieß es, der Muttermund ist komplett geöffnet. Das war Musik in meinen Ohren. Ich war schon seit 5 Uhr Morgens im Krankenhaus, mittlerweile war es 23 Uhr und wir warteten darauf, dass die Fruchtblase platzt. Kurz nach Mitternacht hörten wir ein lautes "PLOPP" und ich merkte einen Druck. Die Fruchtblase war geplatzt und mein Herz raste. Wir haben die Hebamme wieder gerufen und warteten, dass ich das Gefühl zum pressen bekam. Die Atmosphäre im Kreißsaal war wunderbar ruhig, wir waren alle sehr entspannt, trotz der Aufregung und freuten uns einfach nur auf das, was jetzt bevorstehen würde. Die PDA ließ immer mehr nach und ich spürte wieder was geschah und konnte mitarbeiten. Als die Hebamme die Worte "Ich kann ihre Haare sehen" sprach, bekam ich noch einmal einen richtigen Kick. Die Presswehen haben endlich angefangen und nach 5-6 Wehen á 3mal Pressen hieß es, dass ich nicht mehr pressen soll und der Kopf durch war! Ich schob noch einmal und meine Tochter war geboren - das Gefühl kann ich gar nicht in Worte fassen. Sie das erste Mal zu sehen, zu wissen, dass sie nun da war, es war einfach unbeschreiblich. Mein Mann strahlte mit mir um die Wette und wir waren einfach überwältigt davon - das erste Mal das Kind auf meiner Brust zu haben, sie im Arm zu halten, sie anzusehen, in ihre wunderschönen Augen zu blicken, war einfach unbeschreiblich. Jede Mutter wird das nachempfinden können. 

Nachdem wir uns von der Geburt erholt hatten und alle Untersuchungen vollbracht waren, haben wir 12h nach der Entbindung das Krankenhaus verlassen und sind das erste Mal zu Dritt, als kleine Familie, in unsere 4 Wände gefahren, wo ein wunderschön gedeckter Tisch mit Kuchen und Geschenken, den meine Schwester vorbereitet hatte, auf uns wartete. Und seitdem genießen wir jeden Tag mit unserem kleinen Schatz und sind unglaublich stolz und dankbar für dieses kleine Wesen. Ein Kind ist wirklich ein absolutes Geschenk - sie ist unser kleines Wunder! ♥



Ich habe die Schwangerschaft als das wunderschönste Erlebnis empfunden, dass ich bisher erleben durfte. Ich freute mich auf jeden Ultraschall, jeden Tag an dem sie in meinem Bauch herangewachsen ist, der Bauch größer wurde und Tag X näher rückte. Ich bin dankbar, dass ich so eine komplikationsfreie und wunderbare Schwangerschaft erleben durfte und noch dankbarer bin ich für dieses kleine Mädchen und ein angenehmes und einzigartiges Geburtserlebnis. Die Schwangerschaft hat mir ein besseres Körpergefühl und eine bessere Selbstwahrnehmung geschenkt und ich freue mich schon, wenn ich in ein paar Jahren, wieder das Wunder der Schwangerschaft und Geburt erleben darf und unser Oktobermädchen ein Geschwisterchen bekommt. Aber bis dahin werde ich jede Sekunde mit ihr genießen, aufsaugen und verschlingen - denn die Zeit vergeht jetzt schon so schnell, dass ich sie manchmal gerne anhalten würde. Auch wenn ich mich auf jeden weiteren Entwicklungsschritt freue - wenn sie brabbelt, krabbelt, Zähne bekommt, läuft, ihre ersten Worte spricht. 




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Dieses Video fasst wirklich genau in Worte, was ich während der Schwangerschaft gefühlt habe und ich bekomme Gänsehaut wenn ich es mir ansehe, was für eine tolle Kampagne! Ich erinnere mich noch an das Gefühl, die 2 Striche auf dem Test zu sehen, den ersten Ultraschall, wie mein Herz bis zum Hals pochte und ich es einfach nicht glauben konnte, dass wir dieses Glück haben Eltern werden zu dürfen. Es kribbelt im ganzen Körper wenn ich daran zurück denke - es ist einfach unglaublich schön! Manchmal kann ich es gar nicht richtig fassen, was in den letzten 10 Monaten alles passiert ist und wie viel Glück ich habe, diese kleine Familie zu haben. Ich bin so, so, so unendlich dankbar. Denn jetzt ist sie da und bringt mich jeden Tag zum lachen und bereichert unser Leben ungemein! ♥ 

#kitschmodusoff #undsorryfürsovielgefühlsduseleiaberdassinddiegefühlefüreinkind 


20 comments :

  1. Mit dem Fahrrad ins Krankenhaus? War das der Plan oder die Notfalllösung. Ich glaube in dem Zustand hätte ich kein Fahrrad mehr lenken können. Meinen Respekt hast du! Und auch sonst ein wundervoller Post! Danke, dass wir daran teilnehmen durften :)

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    1. Das war tatsächlich geplant, wir wollten es auf jeden Fall probieren, solange es geht und es hat auch gut geklappt :) Ich musste nur alle paar Minuten anhalten um zu veratmen :D

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  2. Wundervoller Beitrag <3
    genießt diese tolle Zeit zusammen, meine Süße! :-**

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  3. Dein Blog ist zauberhaft <3 ein großes Kompliment für all die liebevollen Details der Gestaltung und die wundervollen Posts, die mich immer wieder zum Schmökern und Verweilen einladen. Es ist schön, in den unendlichen Weiten des www eine Wahlkärntnerin mit so einem tollen Blog zu finden. Dein Text über die Geburt eurer kleinen Prinzessin hat mich sehr berührt - und das ist gar kein Kitschmodus. Ich werde in wenigen Tagen Mami und kann deine unendliche Liebe zum Baby bzw. die einzigartige Zeit der Schwangerschaft so gut nachvollziehen! Ich überlege selbst, ob eine PDA notwendig ist oder nicht, ich bin sehr unschlüssig, weil ich Angst habe, nicht alles spüren bzw. nicht zu sehr mitpressen zu können *Sorgen einer Schwangeren,jaaaa*

    Vielleicht verirrst du dich ja sogar mal auf meinen bescheidenen Blog, ich würde mich über deinen "Besuch" sehr freuen.
    www.lorenabloggt.blogspot.co.at

    Liebster Gruß,Lorena

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  4. Oh wie schön - vielen Dank, dass du das mit uns teilst.
    Ich finde es so bewundernswert wie positiv zu immer alles angehst - wirklich ganz ganz toll. Ich wünsche euch weiterhin alles alles Gute :)
    Du bist mir so unglaublich sympathisch.
    Liebe Grüße von der Ostsee.
    Nicole

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  5. Was für ein toller Geburtsbericht <3 :) Ich dachte immer mit einer PDA darf man nicht ambulant entbinden?! :) Gut, wenn dem nicht so ist :D

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    1. Scheinbar schon :D Die Nachwirkungen waren ja Morgens schon wieder weg, ich glaube man muss einfach nur selbst wieder aufstehen können und alles spüren und dann passt das. Aber variiert vielleicht auch von KH zu KH? Ich weiß es leider nicht. Aber ich war froh, dass ich ambulant entbinden konnte und alles so geklappt hat, wie wir uns das vorgestellt haben :) Freust dich auch schon auf Nr. 2 oder? <3

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    2. Ja, sehr :-) Ich hatte ja beim Großen einen KS und hoffe diesmal ganz ganz sehr ambulant entbinden zu können und schnellstens wieder beim Zwerg zu sein. :-)

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  6. Voll schööön....*schnief* <3 Du hast mit dem Herzen geschrieben und bei dem Erlebnis geht das auch nur so. Selbst wenn man es manchmal gar nicht in Worte fassen kann...Es ist alles so unglaublich schön, das eigene Baby ist unglaublich schön.
    Kannst Du nochmal den Link des Videos reinschreiben oder mir schicken. Ich kann es leider nicht öffnen :-/
    Fühl Dich gedrückt, Erdmute.

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    1. Bist du mit Chrome online? Da kann ichs auch nicht sehen. Bei mir klappt es nur über Safari oder Opera oder andere Explorer. Und bald hast du auch so ein kleines, süßes Wesen! Nicht mehr lange :*

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  7. Hach <3 Ich bin so stolz auf dich/euch und kann es kaum erwarten euch bald endlich wiederzusehen <3

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  8. Wow was für ein schöner Text! Mir sind die Tränen gekommen und ich musste lächeln :D Find ich super süß! :) Schön, dass du das alles mit uns teilst! Und ihr seid mit dem Fahrrad ins Krankenhaus? Sehr lustig :D
    Das Video kann ich mir leider nicht ansehen, aber das ist nicht so schlimm!

    Liebe Grüße,
    Tania

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    1. Ja, sind wir ;) Wir haben ja kein Auto. :D Das Video kann man mit Chrome blöderweise nicht öffnen, falls du den als Browser nutzt?

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  9. Ich lass euch Dreien einen Kuss da! Kann es kaum erwarten den kleinen zuckersüßen Munchkin zu treffen - wann auch immer das sein wird (wahrscheinlich nächsten Sommer) !
    Love you, Gines

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  10. danke fürs teilen... mit dem fahrrad ins krankenhaus ist ja ein bisschen wild :)

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  11. Liebe Isy, ich habe Gänsehaut beim Lesen bekommen :) Der Text ist sehr schön geschrieben und ich wünsche euch alles Liebe und Gute <3

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  12. Sehr ergreifend, danke fürs mit uns teilen <3

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  13. Liebe Isy, das ist echt ein total schöner Bericht, da merkt man wirklich, dass der von Herzen kommt ♥ da werden beim Lesen die Mama-Gefühle bei einem selbst noch sehr viel mehr ... Das Video konnte ich Dank Safari aufm Rechner auch grade angucken ♥

    Alles Gute eurer kleinen Familie :-*

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  14. Das hast du so schön geschrieben und ich würde das so unterschreiben.

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