#PERSONAL - 2018 & 1000 Fragen an mich selbst.


Willkommen 2018 - neues Jahr, neue Vorsätze? 

Ich hoffe ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen und bleibt dieses Jahr gesund, zufrieden und glücklich. Von den traditionellen Vorsätzen halte ich nicht immer viel - ich setze mir trotzdem gerne Ziele, die ich erreichen möchte. Im Moment juckt es mir wieder in den Fingern in die Tasten zu hauen. Themen schwirren in meinem Kopf, Ideen für den Blog, Ideen für meine berufliche Zukunft und vieles mehr. Auch negative Dinge. Dinge, die mich sehr belasten und mich traurig machen, für die ich die Hoffnung aber nicht verliere. Und in solchen Momenten denke ich öfter darüber nach, wer ich bin - wer wir alle sind. Was macht das Leben aus? Johanna von Pinkepank hat dazu aufgerufen insgesamt 1000 Fragen über/an sich selbst zu veröffentlichen (in regelmäßigen Abständen werden 20 Fragen beantwortet), wenn man dies möchte. Und beim lesen der anderen Mütter und Frauen, die sich schon darüber Gedanken gemacht haben, dachte ich mir: Bingo! Genau das! Das ist es, was ich gerade brauche. Damit meine ich gar nicht, dass ich den Weg zu "mir" wiederfinden muss, aber manchmal tut es einfach gut, darüber nachzudenken was man im Leben erreichen möchte? Was wirklich zählt? Was macht mich zu der Person, die ich bin?


Im Moment sind so viele Umbrüche hier und dort - und meine Familie ist mein Hafen. Ernsthaft. Ich wusste schon immer, dass mir Familie wichtig ist und auch mit am wichtigsten. Klar, früher als ich jünger war, wollte ich auch erstmal nur Karriere machen. Bis ich meinen Mann getroffen habe - vor nun 10 Jahren und 4 Monaten haben wir uns kennengelernt. Und mir konnte nichts besseres passieren. Auch auf die Gefahr hin, dass das nun super kitschig klingt und etwas "abgedroschen", habe ich durch ihn den Familiensinn gestärkt bekommen und durfte irgendwann dieses bündelchen Glück in meinen Armen halten, dass mich aufgeweckt hat. Seitdem ich Mutter bin, fühle ich mich tatsächlich lebendiger und merke, dass ich den Sinn des Lebens jetzt verstehe. Auch wenn man sich "aufopfert", die Rolle als Individuum erstmal zum Teil in den Hintergrund rückt und man natürlich andere Bedürfnisse hat als kinderlose, gibt es einem so viel Liebe und Halt, dass ich das gegen kein Geld der Welt eintauschen würde. Aber natürlich vergesse ich mich selbst dabei nicht - oder versuche es jedenfalls.

Als Kind bin ich viel gereist, umgezogen und meine Familie war immer mein Anker, der Ort an dem ich mich wohl fühle und wahrscheinlich habe ich deswegen auch so eine gute Beziehung zu meiner Schwester und kann mir so etwas wie Streit mit ihr (also so wirklich schlimmen, den es ja in vielen Familien gibt) nicht vorstellen. Wir sind ein Herz und eine Seele - trotz 3,5 Jahren Altersunterschied. Wir hatten immer nur uns. Mama, Papa, meine Schwester und ich. Ein Team. Jederzeit. Das war für mich schon immer selbstverständlich und hat mich sehr geprägt. Die Kindheit prägt einen - das wissen wir alle.

"Most of our childhood is not stored in photos,
 but in certain biscuits, light of day, smells, textures.." - Alain de Botton

Und so sitze ich manchmal dort und frage mich gar nicht, ob ich eine gute Mutter bin, denn daran zweifle ich nicht. Ich mache sicher nicht immer alles richtig und habe auch Fehler, aber mein Kind ist glücklich und das sehe ich jeden Tag. Mehr hinterfrage ich die Dinge, die ich möchte. Kann man sich selbst wirklich "verlieren"? Oder findet man eher zu sich selbst - also zu der Person, die man wirklich ist? Ich habe aus Liebe zum Kind, aus Liebe zur Familie und zu meinem Partner ein paar Dinge in den Hintergrund wandern lassen, die mir eigentlich sehr wichtig sind. Ich habe aber gelernt, damit umzugehen. Meistens jedenfalls. Das Leben läuft nicht immer nach Plan und das ist gut so! In Zukunft möchte ich lernen, dass ich solche Dinge nicht zu sehr an mich heranlasse, weniger perfektionistisch bin und öfter einfach nur lebe. Wer weiß, wie lange wir es alles noch tun? Und warum mache ich mir überhaupt immer so viele Gedanken um gewisse Dinge, kann aber in anderen Sachen impulsiv, flexibel und unglaublich schlagfertig reagieren? Im Job zum Beispiel - ich gebe immer mehr als 100%, bin zuverlässig, pünktlich und lasse wirklich nur im allergrößten Notfall (oder extremen Krankheitsfall) Kurse oder Unterrichtsstunden ausfallen. Wenn ich gar nicht mehr kann. Wenn mein Körper nach Pause schreit. In was für einer Gesellschaft leben wir denn, dass dies von uns "verlangt" wird?

Gesellschaft 24/7 und immer 1000%?

Ich lese Stellenanzeigen. Immer wieder. Schreibe einige Bewerbungen, bekomme absagen, bekomme Einladungen, verwerfe Ideen und frage mich: Passe ich da überhaupt rein? Was möchte ich? Möchte ich wirklich Jahrelang in einem Büro in einer Marketingabteilung sitzen, nur weil ich BWL und Medienwissenschaften studiert habe? Möchte ich nicht lieber Texten? Oder möchte ich doch weiter unterrichten, weil es mir einfach irre viel Spaß macht und ich das Gefühl habe, etwas sinnvolles dort zu tun? Erfülle ich mir irgendwann meinen Traum, den ich hier aber nicht verrate? Ich weiß eines: ich möchte mit Menschen arbeiten. Und zwar interaktiv, sehen wie sie glücklich sind, ihnen Freude machen und dabei selbst glücklich sein. Wohin mich mein Weg führt, werden wir sehen. 

Hauptsache G-L-Ü-C-K-L-I-C-H. 


So mit knapp 30 wird man wohl langsam etwas sentimental. Und Erwachsen. Hin und wieder nachdenklich. Das kommt durchs Mutter sein - glaube ich. Man braucht weniger, stellt seine Bedürfnisse meistens hinten an und ist glücklich, wenn das Kind es ist. Aber natürlich dürfen wir Frauen nicht vergessen, dass es uns selbst noch gibt. Ich bin kein Freund davon, dass man sich selbst gehen lässt, nicht mehr hübsch anzieht, vergisst was man eventuell geliebt hat. Sei es Bücher lesen, Sport treiben, etc. Natürlich entdeckt man neue Facetten - vor der Schwangerschaft war mein Zeitmanagement wesentlich schlechter, ich habe gelernt alles optimal zu koordinieren, auch wenn ich 1000 Dinge gleichzeitig machen muss. Es klappt irgendwie immer. Man lernt Kompromisse einzugehen. Die kleinen Dinge im Leben zu schätzen. 

20/1000 Fragen an mich selbst 

Und damit man sich nicht selbst vergisst, geht es jetzt los mit den Fragen. Wir sollten uns öfter Fragen stellen - einfach so. Egal was es ist. Mut, an sich selbst zu denken. Also wenn ihr auch Lust habt mitzumachen - haut in die Tasten. Alle Infos findet ihr weiter auf jeden Fall in Johanna's Beitrag, den ihr auch auf jeden Fall lesen solltet! Viel Spaß! 

  • #1 Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal getan? 
Ich muss schon viel zu lange darüber nachdenken - ich habe letztes Jahr zum ersten Mal unterrichtet. Und es macht mir unglaublich viel Spaß - damit hätte ich nicht gerechnet. 
  • #2 Mit wem verstehst du dich am Besten? 
Ich könnte hier Freundinnen oder meine Schwester nennen - aber es ist vermutlich der Mann. Nicht immer, versteht sich - wir ecken auch oft an. Aber er versteht mich meistens. Auch ohne viele Worte. Das ist sehr viel Wert.
  • #3 Worauf verwendest du zu viel Zeit?
Über Dinge nachzudenken - ganz sicher. Ist das richtig was ich tue? Mache ich das jetzt wirklich? Wieso warte ich überhaupt? Die Zeit verfliegt dann noch schneller und irgendwann ist es vielleicht sogar zu "spät"...
  • #4 Über welche Witze kannst du richtig laut lachen? 
Witze und ich sind nicht so eins. Mein Papa hat mir als Kind immer lustige Witze erzählt, da habe ich auch immer gelacht. Oder meine Oma. Aber heutzutage lache ich eher über irgendwelche Sitcoms oder wenn doch mal irgendwo ein lustiger Stand-Up Comedian ist (sehr selten!). Viel witziger finde ich gewisse Dinge, die meine Tochter an Denglish fabriziert... ;-)
  • #5 Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein anderer weinen musst? 
Eigentlich nicht - ich bin ein emotionaler Mensch und mache daraus keinen hehl. Manchmal ist es mir natürlich unangenehmer, wenn man es gar nicht zurückhalten kann und die Situation absolut unpassend ist, aber wenn sowieso alle in "Heulstimmung" sind, lasse ich meinen Tränen freien Lauf. Und vor Freude sowieso.
  • #6 Woraus besteht dein Frühstück? 
Eigentlich immer aus griechischem Joghurt/Skyr/Quark mit irgendwas an Obst, Honig, Chiasamen und anderen Toppings, auf die ich gerade Lust habe. Am Sonntag gerne aus Crêpes.
  • #7 Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben? 
Meiner Tochter - als ich sie ins Bett gebracht habe.
  • #8 In welchen Punkten gleichst du deiner Mutter? 
Viele sagen, dass ich aussehe wie sie (ich glaube das auch), aber ich finde, dass ich auch ihre Kochkünste, die Liebe zu einem schönen Zuhause und die offene Art gegenüber (fremden, neuen) Menschen von ihr habe. Auch wenn ich im Gegensatz zu ihr wirklich noch sehr ruhig bin - das habe ich von meinem Papa.
  • #9 Was machst du morgens als erstes? 
Die "Snooze" Taste drücken - nein, ernsthaft... erstmal wird mit der Motte gekuschelt (die sich nämlich meistens gegen 6 Uhr ins Bett schleicht, wenn der Wecker zum 1. Mal klingelt) und dann die Kaffeemaschine angemacht.
  • #10 Kannst du gut vorlesen? 
Ich glaube schon. Ich lese jedenfalls sehr gerne vor.


  • #11 Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt? 
Das weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr... Ich erinnere mich nur an eine Kleinigkeit aus meiner Kindheit, als wir in Spanien gelebt haben und auf einmal ein Weihnachtsmann ums Haus ging - ich glaube, da habe ich das erste Mal gemerkt, dass Papa nicht da ist, da war ich ca. 7-8 Jahre alt.
  • #12 Was möchtest du dir unbedingt mal kaufen? 
Wir möchten natürlich - was auch sonst - gerne irgendwann ein Haus kaufen oder bauen. Aber nur für mich selbst... eine neue Kamera mit neuen Objektiven. Leider sehr kostspielig (aber nicht so sehr, wie ein Haus). Vielleicht belohne ich mich ja irgendwann für meine Masterarbeit damit. Oder nur mit dem Objektiv. Ich bin gerne bescheiden...
  • #13 Welche Charaktereigenschaften hättest du gerne? 
Ich wäre manchmal gerne entscheidungsfreudiger. Also so auf Dinge bezogen wie Essenswahl, manche Einkäufe, aber auch meine Zukunft. Ich weiß eigentlich genau was ich will, aber manchmal gibt es einfach zu viel Auswahl...
  • #14 Was ist deine Lieblingssendung im TV? 
Serien - aber meistens auf Netflix. Und sonst einfach hier und da mal etwas, ich kann mich da nicht festlegen. Ich kann nur sagen, was ich nicht mag: Trash-TV und Sci-Fi.
  • #15 Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen? 
Zählt Legoland? Da waren wir nämlich 2008 in Dänemark als wir im Familienurlaub waren. Und danach kann ich mich nicht mehr daran erinnern, irgendwo gewesen zu sein, außer auf Jahrmärkten und beim Wiener Prater.
  • #16 Wie alt möchtest du gerne werden? 
Gerne zwischen 80, 90 aber auch 100 Jahren. Solange ich nicht dement, krank oder ähnliches bin. Ich mag das Leben sehr und möchte die Zeit mit meinen Liebsten solange es geht auskosten. Ich hoffe sehr, dass ich dieses Glück haben darf.
  • #17 An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück? 
Cornwall-Urlaube. Aber auch das Wochenende in Schottland. Oder der Urlaub in Dänemark, als wir uns verlobten. Alles schöne Erinnerungen... Und ich freue mich, dass dieses Jahr noch mehr dazu kommen werden!
  • #18 Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an? 
Grauenvoll. Ich hoffe sehr, dass ich das nie wieder erleben muss. Also nicht so direkt. Und ich bin dankbar, dass ich seit über 10 Jahren davon befreit bin, das waren früher wirklich keine schönen Zeiten.
  • #19 Hättest du lieber einen anderen Namen? 
Nein, ich mag meinen Namen sehr. Vielen Dank an Mama und Papa für die gute Wahl!
  • #20 Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt? 
Ich zweifle, wie bereits erwähnt, auch wie Johanna gerne mal daran, ob meine Entscheidungen richtig sein werden - wenn ich sie dann getroffen habe, bereue ich sie allerdings nie. Wenn ich etwas mache, dann stehe ich da im Normalfall zu 100% dahinter - ich denke nur manchmal davor zu lange nach. Allerdings geht es da eher um private Dinge, beruflich ticke ich da ganz anders... Nur die Entscheidung zur Berufswahl finde ich nicht immer so easy. Habe ich ja schon erwähnt. Ich "beneide" dann immer Menschen, die einfach schon so konkret einen Lebensplan haben und in frühen Jahren schon wissen, was sie beruflich wollen und ihren Weg verfolgen. Aber auf der anderen Seite bin ich froh und glücklich, dass ich so bin, wie ich bin. Man muss nicht immer alles perfektionistisch hinlegen können, man darf auch mal schwächen haben und ich bereue keine meiner Entscheidungen, die meine Berufswahl betreffen. Ich genieße einfach den Augenblick. Und bin mir sicher, dass der Moment kommen wird, an dem ich meine Träume komplett verwirklichen werde und weiß, dass ich nie wieder zweifeln muss.


Los, jetzt macht ihr mit! Es hat wirklich Spaß gemacht die Fragen auszufüllen - und ich bin schon sehr gespannt auf die nächsten! Und sonst gibt es manchmal einfach ein paar mehr Fragen auf einen Schlag. Was meint ihr? Gut oder nicht? Mögt ihr solche Challenges oder klickt ihr lieber weiter?



4 comments :

  1. Liebe Isy, ich wünsche Dir auch alles Gute für das neue Jahr! Ich lese mir solche Fragebögen sehr gerne durch. Man lernt die Person hinter dem Blog doch ein wenig näher kennen :D

    Ich würde mich sehr freuen wieder öfter von Dir zu lesen. Der Text ist toll <3 Achtsamkeit ist auch einer meiner Wünsche für dieses Jahr. Ich war vergangenes Jahr ziemlich oft erkältet und habe mich aus Sorge um meine Kollegen und die Arbeit doch immer wieder zur Arbeit geschleppt. Mein Körper ist einfach nicht zur Ruhe gekommen. In diesem Jahr habe ich mir vorgenommen in dieser Hinsicht etwas egoistischer zu sein. Letztlich bekommt man es von keiner Seite gedankt.
    Liebe Grüße, Yvonne

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    1. Liebe Yvonne,
      Vielen lieben Dank! Es freut mich, dass du das gerne liest und ich hoffe sehr, dass ich auch mehr Content dieses Jahr auf dem Blog veröffentlichen kann. Ich muss zugeben, dass mir das Schreiben oft fehlt und die ganze Bloggerszene "wie sie mal war". Manchmal hat man wirklich das Gefühl, dass Blogs aussterben, dabei macht es doch mehr Spaß richtige Texte zu lesen als immer nur bei Instagram durchzuscrollen... :)
      Und ich stimme dir auch bei der Achtsamkeit zu 1000% zu!
      Alles Liebe dir!

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  2. Huhu :)
    Ich finde auch, dass ein Blog doch viel mehr persönliche Spielwiese ist und habe deswegen auch gleich mal bei diesem Projekt mitgemacht. 1000 Fragen klingt zwar erstmal ziemlich überfordernd, in diese 20er-Häppchen verpackt, war es aber eine spannende Auszeit, die ich mit dem Nachdenken und Beantworten hatte :) Ich bin schon auf die nächste Runde gespannt.

    Liebe Grüße!

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  3. Hach, ich finde diese "Challenge" auch total toll. Nicht nur, um sich selbst einiges zu fragen, worüber m an wahrscheinlich ansonsten niemals nachgedacht hätte. Nein, auch um andere Bloggerinnen noch besser kennenzulernen und mal ein wenig hinter die Fassade schauen zu können - wirklich sehr spannend!

    Ganz liebe Grüße
    Anna

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